U-Boote der Volksmarine

Renato
Stimmt es, das es in den 60iger Jahren Bestrebungen gab, eigene U-Boote in der DDR zu entwickeln und zu bauen? Ich glaube die nannten sich "Plauenklasse"?
Wie sah es überhaupt mit U-Booten aus, hat die DDR so etwas mal ernsthaft in Erwägung gezogen?
Blacky
Sag mal Renato ... was stellst denn Du hier für komische Fragen ??? ... baumi Und alles in Bereichen wo die selben Fragen in x-Foren schon x-mal gestellt und x-mal verworfen wurden. baumi ... U-Boote ist da noch die militärhistorisch harmloseste Frage. baumi

Aber mal Spaß beiseite. Das mit den U-Booten hat durchaus einen realen Hintergrund. Immerhin war ja die DDR eine deutsche Republik und hatte dementsprechend auch ein paar Hinterlassenschaften im ungeliebten Erbteil erhalten. Gab ja, auf Grund Vorgeschichte, sowohl im Humanbereich (ehemalige Kdten, U-Bootfahrer, Besatzungen) als auch im technischen Bereich (U-Boot-Bau) hervorragende Ausgangspositionen.

Es gab wohl im Aufbaustadium der KVP bzw. dann der NVA anfänglich die "Idee" bzw. den Auftrag die noch vorhandenen Erfahrungen der dt. Marine, hinsichtlich U-Boot-Waffe, fortzuführen. Die Anfänge, hinsichtlich Kdten-Ausbildung bzw. eigener U-Boote (Anfangsbestand sollte wohl ein gehobenes bzw. zu hebendes U-Boot der Reichskriegsmarine werden) wurden aber noch im Anfangsstadium aus finanziellen oder aber politischen Gründen gestoppt. Aus heutiger Siucht -> Vernünftigerweise !!!

Müßtest Du mal im NVA-Forum tief buddeln ... da gibt es ein paar Hintergründe/Aussagen zum Thema Marinegeschichte und dem kurzen Ansatz hinsichtlich U-Booten.
Politisch dürfte der Stop mit der Aussage "U-Boote sind Angriffswaffen" zusammenhängen. Zudem ist uns finanziell doch einiges erspart geblieben. ...

Unter der Hand hatten da wohl einige Politschiks des ZK und auch Towarisch mächtig Probleme ... mit dem Gedanken an eine (ost)deutsche "U-Boot-Waffe".

Fazit ... noch in der Planung bzw. im Vorstadium abgeblasen.
Sachse 02
Ich weis dazu so viel, das durch die DDR bereits Besatzungen ausgebildet wurden.
Wie Bkacky schon schreibt, sollte ein U- Boot der Kriegsmarine wieder instand gesetzt werden. Dieses scheiterte aber an mir nicht bekannten Gründen. So starb dann der Traum vom U- Boot der DDR und einer solchen Flotte. R.
kap3
guckt mal im vorhergehenden Forum,da haben wir das Thema schon mal ausführlich behandelt.
Auf jeden Fall hat man schon auf Rügen Besatzungen für diese ausgebildet.Als Ausbilder hat man auf erfahrene Leute aus der Wehrmacht zurückgegriffen.Ein versenktes Boot hatte man gehoben und dieses sollte in Stralsund aufgebaut werden.Aus Kostengründen jedoch verworfen.Dafür sollten sowjetische Boote kommen,von denen auch schon einige in Marsch gestzt wurden,Richtung DDR,jedoch der damalige sogenannte Volksaufstand in Berlin,veranlaßte die Sowjetunion diese Boote wieder zurück zu beordern.
Bernie
Ja ,Kap-3 hat den Daumen drauf gesetzt,
mir ist ebenfalls bekannt, daß eine U-Boot-Schule in Sassnitz eingerichtet werden sollte, allerdings mit Lehrpersonal der ehem. SU. (das Gebäude im Hafenbereich heist heute noch so !)
Im Zusammenhang mit den Ereignissen des 17. Juni 1953 gab man das Vorhaben auf.

Ähnlich verhielt es sich mit der Lieferung von Strahljägern des Typs Mig-15. Diese waren bereits auf einigen NVA-Flugplätzen angekommen bzw. standen auch noch in Kisten verpackt zur Montage bereit. Nach dem 17. Juni 53 wurden diese wieder abgezogen und konnten erst 1956 durch die LSK der NVA zum Einsatz gebracht werden.
Die Piloten waren bereits ab 1952 (Lehrgang X) in der SU auf die Mig-15 umgeschult worden, also zu einem Zeitpunkt, als dort noch deutsche Kriegsgefangene in den Lagern saßen.

Gruß

Bernie
Peter
das ist alles im alten Forum. Aus dem Kopf die Quintessenz: Die Su Generale haben so was geplant für die aufzubauende NVA, aber dann wurde es wieder verworfen.
frank pz
Lest mal die Bücher von Admiral Theodor Hoffmann, besonders: Kommando Ostsee.
Darin geht er glaub ich, auf das Thema ein.
Sascha
Zitat:
Original von Peter
das ist alles im alten Forum. Aus dem Kopf die Quintessenz: Die Su Generale haben so was geplant für die aufzubauende NVA, aber dann wurde es wieder verworfen.


ich habe meinen vater soeben gefragt - erhat selbiges bestädigt - während des ks ausbildung im bereich u-boot war mein vater am roten meer stationiert weil die nva keine hatte!
Nordic
saneut,
meinst Du nicht das Schwarze Meer??

Nordic
Sascha
recht haste nordic. bin einwenig durcheinander mache zuviel gleichzeitig! danke für den tip!
frank pz
was'n KS?
Sascha
ks=kampfschwimmer
Andy
He sascha,aber Rotes Meer hört sich auch gut an. gut sachse 02


Andy
Bernhardt
....kam, nach allem, was ich darüber lesen konnte, wohl mehr aus der UdSSR , als man vor dem 17.Juni 53 das Entwicklungspotenmtial der DDR erheblich überschätzte und die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Reparationen, gezahlt für ganz Deutschland, nicht so recht zur Kenntnis nahm.

Das vor der DDR Küste gehobene U-Boot sollte nicht als Kampfboot verwendet werden, sondern allenfalls zur Einweisung und zum Training der Besatzungen.

Die bereits zur Übergabe an die DDR vorgesehenen 5 U-Boote aus der Sowjetunion waren übrigens nicht sowjetischen Ursprung, sondern Beutestücke aus früherem Kriegsmarine-Bestand.

Nach dem 8.Mai kapitulierten über 300 noch verbliebene deutsche U-Boote vor denWest- Alliierten, im Ergebnis der Potsdamer Verhandlungen wurden die aber nicht, wie andere Kriegsschiffe, zwischen den USA, Großbritannien und der UdSSR gleichmäßig aufgeteilt, sondern rund 300 vor der norwegischen Küste planmäßig versenkt.

Jeweils nur 10 wurden zu "Studienzwecken" an die USA, die UdSSR und Grßbrittanien aufgeteilt.Die USA und Großbrittanien waren wegen hinreichenden Eigenbestandes und der abzusehenden allgemeinen Verringerung der Streitkräfte nicht so drauf angewiesen.

Für die sowieso nicht allzu moderne sowjetische U-Boot-Waffe, die ihre Kriegsverluste nur wenig ersetzen konnte, hätte eine gleichmäßige Aufteilung aller verfügbaren deutschen U-Boote aber buchstäblich eine Verfielfachung ihrer Schlagkraft bedeutet und das war in London und Washington "nicht vorgesehen".

Bis 1953 hatte die UdSSR allerdings schon allerhand Nachkriegsbauten im Bestand ihrer U-Boot-Flotte und da man zum einen deren Stärken (oder vielleicht eher Schwächen) gern weiter geheimhalten wollte, sollte die DDR alte deutsche U-Boote bekommen, nach dem Motto,"damit kennen die sich ja aus....", vermutlich waren die auch schon erheblich abgenutzt und verschlissen.

Einer der schärfsten Gegner einer DDR-U-Boot-Waffe soll Walter Ulbricht gewesen sein, nicht, das er grundsätzlich was gegen eigene militärische Stärke hatte, ihm grauste vor den Kosten von Konstruktion, Bau und Unterhaltung eigener U-Boot Kräfte !

An diesem "Argument" sind auch alle späteren Überlegungen vor allem aus der SU, gescheitert, kleine Kurzstrecken Jagd-U-Boote hätte man dort ganz gern im Bestand der Volksmarine gesehen, aber das war dann auch Erich zu teuer !
Skydiver
Zitat:
Original von Nordic
saneut,
meinst Du nicht das Schwarze Meer??

Nordic


Sascha meinte bestimmt die "Roten Gitarren" baumi
DER ZUGFÜHRER
@renato...ich hab ne reportage über die nva jetzt digitalisiert, da gehts unter anderem über die entwicklung von u-booten in der nva bzw zu kvp-zeiten. wenn ich dir die datenscheibe schicken soll, dann pn an mich. gruß uli
Falli DD
Zitat:
Original von Bernhardt
....kam, nach allem, was ich darüber lesen konnte, wohl mehr aus der UdSSR , als man vor dem 17.Juni 53 das Entwicklungspotenmtial der DDR erheblich überschätzte und die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Reparationen, gezahlt für ganz Deutschland, nicht so recht zur Kenntnis nahm.

Das vor der DDR Küste gehobene U-Boot sollte nicht als Kampfboot verwendet werden, sondern allenfalls zur Einweisung und zum Training der Besatzungen.

Die bereits zur Übergabe an die DDR vorgesehenen 5 U-Boote aus der Sowjetunion waren übrigens nicht sowjetischen Ursprung, sondern Beutestücke aus früherem Kriegsmarine-Bestand.

Nach dem 8.Mai kapitulierten über 300 noch verbliebene deutsche U-Boote vor denWest- Alliierten, im Ergebnis der Potsdamer Verhandlungen wurden die aber nicht, wie andere Kriegsschiffe, zwischen den USA, Großbritannien und der UdSSR gleichmäßig aufgeteilt, sondern rund 300 vor der norwegischen Küste planmäßig versenkt.

Jeweils nur 10 wurden zu "Studienzwecken" an die USA, die UdSSR und Grßbrittanien aufgeteilt.Die USA und Großbrittanien waren wegen hinreichenden Eigenbestandes und der abzusehenden allgemeinen Verringerung der Streitkräfte nicht so drauf angewiesen.

Für die sowieso nicht allzu moderne sowjetische U-Boot-Waffe, die ihre Kriegsverluste nur wenig ersetzen konnte, hätte eine gleichmäßige Aufteilung aller verfügbaren deutschen U-Boote aber buchstäblich eine Verfielfachung ihrer Schlagkraft bedeutet und das war in London und Washington "nicht vorgesehen".

Bis 1953 hatte die UdSSR allerdings schon allerhand Nachkriegsbauten im Bestand ihrer U-Boot-Flotte und da man zum einen deren Stärken (oder vielleicht eher Schwächen) gern weiter geheimhalten wollte, sollte die DDR alte deutsche U-Boote bekommen, nach dem Motto,"damit kennen die sich ja aus....", vermutlich waren die auch schon erheblich abgenutzt und verschlissen.

Einer der schärfsten Gegner einer DDR-U-Boot-Waffe soll Walter Ulbricht gewesen sein, nicht, das er grundsätzlich was gegen eigene militärische Stärke hatte, ihm grauste vor den Kosten von Konstruktion, Bau und Unterhaltung eigener U-Boot Kräfte !

An diesem "Argument" sind auch alle späteren Überlegungen vor allem aus der SU, gescheitert, kleine Kurzstrecken Jagd-U-Boote hätte man dort ganz gern im Bestand der Volksmarine gesehen, aber das war dann auch Erich zu teuer !


Mir ist nur bekannt das 2 alte u-boote aus dem 2 WK gehoben wurden alles weitere soll im Buch die andere dt. Marine stehen,ich sehe mal nach. buch
nabo
Die "Roten Gitarren" kamen aber aus Polen! Erfolgstitel bei uns war "Weißes Boot"!

Und dann gab`s da noch die "Singenden Gitarren", die kamen wohl aus Leningrad!

nabo
Stefan Boost
anbei ein foto eines in der ddr hergestellten u- bootes. es gab sie also doch, baumi baumi baumi baumi gruss stefan
heba11
@stefan, es gab noch einen viel geheimeren typ. schau selbst............. ddr happy