joly
Tschechien schenkt Russland Gehör zu Raketenabwehr
MOSKAU, 22. August. Tschechien ist bereit, auf die Stationierung von Teilen des US-Raketenabwehrsystems zu verzichten.
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Die Worte des Präsidenten Vaclav Klaus, der „zur Rücksicht auf die Ablehnung der meisten Tschechen“ aufrief, bestätigte gestern in Moskau der tschechische Vizeverteidigungsminister Martin Bartak.
Nach den Verhandlungen mit dem Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Juri Balujewski, erklärte er, dass Tschechien bereit sei, die Entscheidung über die Raketenabwehr bis zum Beginn des kommenden Jahres aufzuschieben. Balujewski schlug vor, mit der endgültigen Entscheidung bis zu Präsidentschaftswahl in den USA im Herbst 2008 abzuwarten.
„Wenn die amerikanischen Demokraten die Idee des osteuropäischen Raketenabwehrsystems zu Grabe tragen werden, so wird Prag in eine recht dumme Lage geraten. Mit Russland und Westeuropa sich zu verzanken, das auch gegen ein neues System auftritt, und den USA nicht gefällig zu sein, ist eine Situation, die denkbar schlecht ist“, sagte Georgi Mirski, Professor am Lehrstuhl für Weltpolitik an der Hochschule für Wirtschaft, „RBK Daily“.
„Tschechien ist bereit, aus dem Projekt auszutreten. Aber es will das mit einem richtigen Vorwand tun, zu dem die Ablehnung der Stationierung des Raketenabwehrsystems in Tschechien seitens der Bevölkerung werden kann“, erklärte der Experte.
„Tschechien ist bereit, das Projekt des amerikanischen Raketenabwehrsystems ruhig zu Grabe zu tragen. Man muss nur nicht einen zu starken Druck aus Moskau auf uns ausüben“, sagte Petr Drulak, Direktor des Prager Instituts für Staatsdienst und internationale Beziehungen, „RBK Daily“.
Alexander Pikajew, Leiter der Abteilung Abrüstung und Konfliktlösung am Institut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften, bestätigte in einem Gespräch mit „Wremja nowostej“: „Wenn Tschechien mit der Administration Bushs vor der Präsidentschaftswahl kein Abkommen abschließt, so wird die Wahrscheinlichkeit des amerikanischen Rollbacks unter den Demokraten viel höher sein.“
Nach Meinung Pikajews ist die Position Prags im Vergleich zum Herangehen Warschaus gemäßigter. Polen sei kategorisch darauf aus, die amerikanischen Abfangraketen auf seinem Territorium zu stationieren.
„Indes werden die USA die Abfangraketen in Polen ohne Radar in Tschechien nicht brauchen. Denn in diesem Fall wird ihre Lenkung unmöglich sein“, erklärte er „Wremja nowostej“.
Neue Raketenabwehr-Verhandlungen zwischen Moskau und Washington werden im September erwartet.
quelle: RIA Novosti
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vorausgesetzt, es waere so, wer "springt dann ein" ?
salve
joly
MOSKAU, 22. August. Tschechien ist bereit, auf die Stationierung von Teilen des US-Raketenabwehrsystems zu verzichten.
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Die Worte des Präsidenten Vaclav Klaus, der „zur Rücksicht auf die Ablehnung der meisten Tschechen“ aufrief, bestätigte gestern in Moskau der tschechische Vizeverteidigungsminister Martin Bartak.
Nach den Verhandlungen mit dem Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Juri Balujewski, erklärte er, dass Tschechien bereit sei, die Entscheidung über die Raketenabwehr bis zum Beginn des kommenden Jahres aufzuschieben. Balujewski schlug vor, mit der endgültigen Entscheidung bis zu Präsidentschaftswahl in den USA im Herbst 2008 abzuwarten.
„Wenn die amerikanischen Demokraten die Idee des osteuropäischen Raketenabwehrsystems zu Grabe tragen werden, so wird Prag in eine recht dumme Lage geraten. Mit Russland und Westeuropa sich zu verzanken, das auch gegen ein neues System auftritt, und den USA nicht gefällig zu sein, ist eine Situation, die denkbar schlecht ist“, sagte Georgi Mirski, Professor am Lehrstuhl für Weltpolitik an der Hochschule für Wirtschaft, „RBK Daily“.
„Tschechien ist bereit, aus dem Projekt auszutreten. Aber es will das mit einem richtigen Vorwand tun, zu dem die Ablehnung der Stationierung des Raketenabwehrsystems in Tschechien seitens der Bevölkerung werden kann“, erklärte der Experte.
„Tschechien ist bereit, das Projekt des amerikanischen Raketenabwehrsystems ruhig zu Grabe zu tragen. Man muss nur nicht einen zu starken Druck aus Moskau auf uns ausüben“, sagte Petr Drulak, Direktor des Prager Instituts für Staatsdienst und internationale Beziehungen, „RBK Daily“.
Alexander Pikajew, Leiter der Abteilung Abrüstung und Konfliktlösung am Institut für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen der Russischen Akademie der Wissenschaften, bestätigte in einem Gespräch mit „Wremja nowostej“: „Wenn Tschechien mit der Administration Bushs vor der Präsidentschaftswahl kein Abkommen abschließt, so wird die Wahrscheinlichkeit des amerikanischen Rollbacks unter den Demokraten viel höher sein.“
Nach Meinung Pikajews ist die Position Prags im Vergleich zum Herangehen Warschaus gemäßigter. Polen sei kategorisch darauf aus, die amerikanischen Abfangraketen auf seinem Territorium zu stationieren.
„Indes werden die USA die Abfangraketen in Polen ohne Radar in Tschechien nicht brauchen. Denn in diesem Fall wird ihre Lenkung unmöglich sein“, erklärte er „Wremja nowostej“.
Neue Raketenabwehr-Verhandlungen zwischen Moskau und Washington werden im September erwartet.
quelle: RIA Novosti
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vorausgesetzt, es waere so, wer "springt dann ein" ?
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