Jörg
50. Jahrestag der Gründung der NVA
Am 18. Februar 2006 fand auf private Initiative hin und unterstützt durch ISOR und GRH sowie von einigen Privatsponsoren, eine überregionale Veranstaltung zu diesem Tage statt.
Es nahmen über 450 ehemalige Berufssoldaten und Zivilangestellte aus allen Teilstreitkräften,
Verbänden, Schulen, Einrichtungen und der Militärakademie der NVA teil.
Im Vorfeld dieser Festveranstaltung gedachte eine Abordnung von ehemaligen NVA-Angehörigen den 27 Millionen gefallenen Soldaten der Roten Armee im II. WK am Ehrenmal des Ortes Altlandsberg, ist doch am 23. Februar der Tag der Sowjetarmee. Generaloberst a.D. Streletz hielt eine kurze Ansprache, die auch kritische Momente in sich barg über das Verhalten der sowjetischen Führung unter Gorbatschow in der Zeit der Wende zur DDR und zur NVA.
Dieser Gründungstag geht bekanntlich zurück auf den 23. Februar 1923, als die Rote Armee die Schlacht bei Narva zur Sicherung von Ostseehäfen gegen die Interventionstruppen siegreich beendete.
Schon eine Stunde vor Beginn der Festveranstaltung wurden ankommende Teilnehmer durch Ordner auf Ausweichparkplätze gewiesen, da der Parkplatz der „Erlengrundhalle“ von Altlandsberg bereits überfüllt war. In der Halle selber waren Tische mit Schildern vorbereitet und so konnte man erlesen, wo man sich zu platzieren hatte.
Besonders schön war es natürlich für die Teilnehmer, ehemalige Kameraden und Wegbegleiter wieder zu sehen und zu reden. Dafür war vor und auch nach dem offiziellen Teil der Festveranstaltung viel Zeit.
Von den ehemaligen Fallschirmjägern der NVA nahmen vier Herren an dieser Festveranstaltung teil. Darunter auch der einzige aus unserer Truppe hervorgegangene General, Generalmajor Gleau.
Der Hauptredner dieser Veranstaltung war Generalmajor Prof. Dr. Brühl ehemaliger Chef des Militärgeschichtlichen Instituts der NVA in Potsdam.
Leider habe ich nicht mitgeschrieben hoffe aber, dass ich irgendwie diesen Redebeitrag ergattern kann. Es war eine Rede wie ich sie noch nie hörte. Er würdigte die NVA aber, und das war für mich erstmalig, er sprach auch über die Irrungen und Fehler die in der NVA gemacht wurden. Er versuchte nicht, diese Fehler zu beschönigen sondern legte den Finger auf die Wunden. Solch eine Rede vor 16 Jahren hätte der NVA in manchen Belangen gut getan. Aber die Endkonsquenz war trotzdem, dass wir als Angehörige der NVA, in Mitteleuropa am Kräftegleichgewicht keinen unwesentlichen Anteil hatten, dass die Soldaten der NVA ihre Pflicht stets erfüllten und jeder ehemalige Angehörige der NVA sein Schärflein dazu beigetragen hat. Er äußerte auch, dass an dieser Festveranstaltung viel, viel mehr Soldaten und Zivilisten hätten teilnehmen müssen um Allen, die einen ehrenvollen Wehrdienst oder als Berufssoldaten oder Zivilangestellten ihren Dienst versahen, die Ehre zu erweisen.
Im Anschluss daran wurde ein etwa 60-minütiger Film über die NVA gezeigt. Hier wurden alle Teilstreitkräfte gleichmäßig behandelt. In den ersten 20 Minuten war viel bekanntes Filmmaterial zu sehen aber als es dann an die Gefechtsausbildung und Übungen ging, sahen die Teilnehmer dieser Veranstaltung noch völlig unbekannte Sequenzen. (die Fotos im Anhang sind geschossen worden als es um uns ging – es ist also kein Film über die Fallschirmjäger – wir kamen aber darin vor)
Der Schlußredner, Armeegeneral a.D. Kessler, hielt eine politisch gefärbte, kurze Rede.
Am Rande dieser Festveranstaltung konnte man unterschiedlichste Publikationen die sich mit Politik, Miltärpolitik, Militärtechnik und Krieg beschäftigten erwerben aber auch die „Junge Welt“, Poster und unterschiedliche Devotionalien. Das Buch von GO a.D. Stechbarth wurde für 20 € angeboten. Im freien Handel soll es wohl 21,50 € kosten. Er bestätigte mir auch noch mal die beiden Veranstaltungen mit den Potsdamer und Berliner / Strausberger Kameradschaften. Natürlich wurde er stark belagert um persönliche Widmungen in sein Buch eintragen zu lassen.
Nach dem offiziellen Teil konnte man Erbsensuppe oder Bratwurst essen. Das ging recht chaotisch zu, weil da natürlich alle „umher schwirrten“ um mit dem oder der zu schwätzeln. Aber ich denke darauf kam es nicht mehr an und die jungen Mädels die die Suppe / Bratwurst verteilten haben es irgendwie geschafft, dass jeder Teilnehmer was in den Magen bekam.
An der Festveranstaltung nahmen auch einige Gäste teil. So war das MdB Dr. Dagmar Enkelmann dabei und der Kundschafter der NVA in der NATO H.W. .
Ich möchte sagen, es war sicherlich eine recht hoch angebundene Veranstaltung aber es war ein sehr angenehmes, lockeres Klima und die Freude ehemalige Mitstreiter zu sehen, war sehr groß.
Gruß Jörg
Am 18. Februar 2006 fand auf private Initiative hin und unterstützt durch ISOR und GRH sowie von einigen Privatsponsoren, eine überregionale Veranstaltung zu diesem Tage statt.
Es nahmen über 450 ehemalige Berufssoldaten und Zivilangestellte aus allen Teilstreitkräften,
Verbänden, Schulen, Einrichtungen und der Militärakademie der NVA teil.
Im Vorfeld dieser Festveranstaltung gedachte eine Abordnung von ehemaligen NVA-Angehörigen den 27 Millionen gefallenen Soldaten der Roten Armee im II. WK am Ehrenmal des Ortes Altlandsberg, ist doch am 23. Februar der Tag der Sowjetarmee. Generaloberst a.D. Streletz hielt eine kurze Ansprache, die auch kritische Momente in sich barg über das Verhalten der sowjetischen Führung unter Gorbatschow in der Zeit der Wende zur DDR und zur NVA.
Dieser Gründungstag geht bekanntlich zurück auf den 23. Februar 1923, als die Rote Armee die Schlacht bei Narva zur Sicherung von Ostseehäfen gegen die Interventionstruppen siegreich beendete.
Schon eine Stunde vor Beginn der Festveranstaltung wurden ankommende Teilnehmer durch Ordner auf Ausweichparkplätze gewiesen, da der Parkplatz der „Erlengrundhalle“ von Altlandsberg bereits überfüllt war. In der Halle selber waren Tische mit Schildern vorbereitet und so konnte man erlesen, wo man sich zu platzieren hatte.
Besonders schön war es natürlich für die Teilnehmer, ehemalige Kameraden und Wegbegleiter wieder zu sehen und zu reden. Dafür war vor und auch nach dem offiziellen Teil der Festveranstaltung viel Zeit.
Von den ehemaligen Fallschirmjägern der NVA nahmen vier Herren an dieser Festveranstaltung teil. Darunter auch der einzige aus unserer Truppe hervorgegangene General, Generalmajor Gleau.
Der Hauptredner dieser Veranstaltung war Generalmajor Prof. Dr. Brühl ehemaliger Chef des Militärgeschichtlichen Instituts der NVA in Potsdam.
Leider habe ich nicht mitgeschrieben hoffe aber, dass ich irgendwie diesen Redebeitrag ergattern kann. Es war eine Rede wie ich sie noch nie hörte. Er würdigte die NVA aber, und das war für mich erstmalig, er sprach auch über die Irrungen und Fehler die in der NVA gemacht wurden. Er versuchte nicht, diese Fehler zu beschönigen sondern legte den Finger auf die Wunden. Solch eine Rede vor 16 Jahren hätte der NVA in manchen Belangen gut getan. Aber die Endkonsquenz war trotzdem, dass wir als Angehörige der NVA, in Mitteleuropa am Kräftegleichgewicht keinen unwesentlichen Anteil hatten, dass die Soldaten der NVA ihre Pflicht stets erfüllten und jeder ehemalige Angehörige der NVA sein Schärflein dazu beigetragen hat. Er äußerte auch, dass an dieser Festveranstaltung viel, viel mehr Soldaten und Zivilisten hätten teilnehmen müssen um Allen, die einen ehrenvollen Wehrdienst oder als Berufssoldaten oder Zivilangestellten ihren Dienst versahen, die Ehre zu erweisen.
Im Anschluss daran wurde ein etwa 60-minütiger Film über die NVA gezeigt. Hier wurden alle Teilstreitkräfte gleichmäßig behandelt. In den ersten 20 Minuten war viel bekanntes Filmmaterial zu sehen aber als es dann an die Gefechtsausbildung und Übungen ging, sahen die Teilnehmer dieser Veranstaltung noch völlig unbekannte Sequenzen. (die Fotos im Anhang sind geschossen worden als es um uns ging – es ist also kein Film über die Fallschirmjäger – wir kamen aber darin vor)
Der Schlußredner, Armeegeneral a.D. Kessler, hielt eine politisch gefärbte, kurze Rede.
Am Rande dieser Festveranstaltung konnte man unterschiedlichste Publikationen die sich mit Politik, Miltärpolitik, Militärtechnik und Krieg beschäftigten erwerben aber auch die „Junge Welt“, Poster und unterschiedliche Devotionalien. Das Buch von GO a.D. Stechbarth wurde für 20 € angeboten. Im freien Handel soll es wohl 21,50 € kosten. Er bestätigte mir auch noch mal die beiden Veranstaltungen mit den Potsdamer und Berliner / Strausberger Kameradschaften. Natürlich wurde er stark belagert um persönliche Widmungen in sein Buch eintragen zu lassen.
Nach dem offiziellen Teil konnte man Erbsensuppe oder Bratwurst essen. Das ging recht chaotisch zu, weil da natürlich alle „umher schwirrten“ um mit dem oder der zu schwätzeln. Aber ich denke darauf kam es nicht mehr an und die jungen Mädels die die Suppe / Bratwurst verteilten haben es irgendwie geschafft, dass jeder Teilnehmer was in den Magen bekam.
An der Festveranstaltung nahmen auch einige Gäste teil. So war das MdB Dr. Dagmar Enkelmann dabei und der Kundschafter der NVA in der NATO H.W. .
Ich möchte sagen, es war sicherlich eine recht hoch angebundene Veranstaltung aber es war ein sehr angenehmes, lockeres Klima und die Freude ehemalige Mitstreiter zu sehen, war sehr groß.
Gruß Jörg