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Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
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| 08.05.2009 18.41 | divemasteruli | Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Wer erzählt mir was über seinen Einsatz als Gerätetaucher in den bewaffneten Organen.
Ich selbst durfte oder mußte das Handwerk in der NVA erlernen.Durfte oder mußte dann meine Fähigkeiten bei der Berufsfeuerwehr erweitern und tauche heute nur noch zum Spaß.
Ich habe ca. 2000 geloggte Stunden unter Wasser verbracht und nicht nur im Roten Meer.Also auf zum Erfahrungsaustausch Sprengtaucher,Aufklärer,Pioniertaucher,Munitionstaucher,Schiffstaucher,Rett
ungstaucher usw.
Gruß Uli |
| 18.05.2009 19.18 | divemasteruli | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hatten alle eingesetzten Taucher,ob Landstreitkräfte oder Marine,genau so wie ich eine vormilitärische Laufbahnausbildung absolviert?
Oder kamen auch einige dazu,wie die Jungfrau zum Kinde?
Gruß Schwebeteilchen Uli |
| 23.05.2009 18.02 | divemasteruli | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Einsatz von Tauchern im Bereich der Berufsfeuerwehr beim Ministerium des Innern
Im Bereich des MdI gab es mehrere Taucherstaffeln die im Rahmen der feuerwehr-taktischen Aufgabnestellungen zum Einsatz kamen.Diese Einsatzstaffeln gab es nicht automatisch in jedem Bezirk der ehemaligen DDR.So war zum Beispiel die Taucherstaffel in Gera für die sogenannten drei Südbezirke, Suhl , Erfurt und Gera zuständig.
Weiterhin erinnere ich mich noch an das Taucherausbildungszentrum der Berufsfeuerwehr in Berlin-Schöneweide.Die Basis war in der 3.Etage des dortigen Kommando´s Feuerwehr untergebracht.
Wer weiß mehr ?
Wie habt Ihr Eure Ausbildung erlebt ?
Im Anhang einige frühe Einsatzfahrzeuge,die durch Feuerwehrtaucher genutzt wurden,dabei auch das sogenannte legendäre Postauto. |
| 23.05.2009 22.28 | Wernher | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo Divemasteruli,
also ich, wie wohl alle beim STZ im FJB, kamen wie die Jungfrau zum Kinde zum Tauchen.
Unsere vormilitärische Ausbildung war Laufbahn Fallschirmjäger.
Erst in der A-Kompanie stellte sich -bei entsprechender Leistung- die Frage nach einer Auswahl für den STZ. Vorher musste man den Med.Check in Stralsund bestehen.
Dann das Sichtungsschwimmen absolvieren und Einer von 6 Ausgewählten sein. Von gut 30-45 Leuten die beim Sichtungsschwimmen starteten.
Wernher |
| 24.05.2009 15.43 | divemasteruli | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo Wernher !
Schön,daß Du den Anfang machst und eingestiegen bist.
Ich habe schon gehört,das die Auswahlkriterien für den Sprengtaucherzug,nun sagen wir mal ,mehr als herb waren.
Ich kannte mal einen Thomas Morgner.Ich denke er war aus Leipzig.Er muß so um 1978 herum im STZ gedient haben.Wir haben uns dann später bei Ausbildungsmaßnahmen der Berufsfeuerwehr ab und an wieder gesehen.War übrigens eine Pfundstype und relativ schmerzfrei,wenn mal die Psyche gefragt war.
Gruß Uli |
| 15.02.2010 09.15 | petoburg | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo Werner,
stimmt - genauso war es. Ich war 75-78 im STZ und kann mich noch gut an das allererste Gespräch in der A-Kompanie erinnern, welches Busch damals geführt hat.
Ingesamt hatten sich - glaube ich - ca. 60 Leute aus den Kompanien gemeldet, nach dem von Dir beschriebenen Auswahlprozess blieben genau die 7 übrig, die gebraucht wurden.
War schon eine irre Zeit, wenn bedenkt, was wir in den 3 Jahren alles gemacht haben.
Nach der Armeee hatte ich striktes Tauchverbot der "Behörden", weil jemand aus der Verwandschaft "rübergemacht ist". Nach der Wende habe ich alles reaktivert. Heute Urlaubstaucher (ca. 700 TG), habe einen großen Teil der Welt betaucht und es macht immer noch Spaß.
Gruß, Peter |
| 15.02.2010 11.38 | Wernher | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo Petoburg und Divemasteruli,
wenn die Startauswahl hinter einem war, gab es tatsächlich einiges zu entdecken durch die Tauchausbildung. Allerdings ist es sehr hilfreich die Kälte und das Frieren als Erinnerung zu verdrängen.
Na gut das Zerren am Mundstück in der Strömung war auch nicht schlecht. Oder falsches Aufkommen im Wasser bei Standschwebe oder Schnellbootspringen. Ja, es gab schon erinnernswerte Augenblicke in den drei Jahren.
Wie war es bei Euch ?
Wernher |
| 15.02.2010 12.35 | braunesreh | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
hallo..
ich frage mal als aussenstehender-
gab es auch gemeinsame tauch-aktionen bzw wurde die zusammenarbeit gefördert zwischen stz - tauchen aus anderen einheiten der nva.
IN TREUE FEST |
| 15.02.2010 16.48 | petoburg | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Ja, die gab es. Wir haben regelmäßig mit den Jungs vom KSK trainiert. Schnellbootspringen, Standschwebe und all die netten Sachen. Höhepunkt war das jährliche gemeinsame Lager in Karlshagen bei Peenemünde, wo u.a. einige Tonnen Sprenstoff unter Wasser dran glauben mussten.
Die Jungs vom KSK waren ausgesprochene Profis, bedingt durch ihre Ausbildung konnten wir beim Streckenschwimmen in der Ostsee mit denen nicht mithalten. Dafür war unsere Spezialität - dreckige Gewässer mit Sicht gegen 0 und Strömung - nicht so ihr Ding.
Und zu den NVA-Pioniertauchern hatten wir schon durch unsere taucherische Grundausbildung in Havelberg ganz gute Kontakte.
Gruß
Peter |
| 19.02.2010 17.56 | divemasteruli | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Schön,daß sich noch ein paar Preßluftatmer hier gefunden haben.Dann werde ich in Zukunft doch öfters mal wieder rein schauen müssen.
Sag mal Petoburg Deine Zeit passt doch auch zum Kameraden Morgner aus Leipzig.Sagt Dir der Name was und wenn ja,lebt die alte Sumpfralle noch ?
Die KSK - Aktionen habe ich auch noch in wacher Erinnerung.Kälte ja kann ich mich nicht mehr erinnern.Heute schon garnicht.Man spricht davon,ich hätte mich auf das Altherrentauchen verlegt.Nun bei Ü 50 doch erlaubt.Denke ich.
Ergänzen möchte ich noch die Jungs vom Felix.Dort gab es in der Aufklärungskompanie ( nannte sich glaube ich so ) auch ausgewählte Aufklärer die eine Schwimm-und Tauchausbildung absolviert haben.
Grüße Uli |
| 20.02.2010 11.37 | Blacky | |
Abgesehen davon daß ich früher ein guter Schwimmer und Taucher (ohne Gerät .. das Wenden nach 50 Meter beim Streckentauchen brachte mir mal ne Bestrafung ein !) ) war, ist mein Verhältnis zum Tauchen eher vom Interesse geprägt. Immerhin bin ich mit den Filmen von Hans Hass und Jaques Ives Cousteu groß geworden. :baeeh:
Die sehr gute GST Tauchsportgruppe meines Lehrbetriebes ... mein Chemiewerk Coswig/Anhalt gehörte mit zum Stickstoffwerk Piesteritz, welches mit seiner GST Tauchsportgruppe die UW-Station Malter I und II im Bergwitzsee unterhielt ... hab ich leider wegen der GST-Laufbahnausbildung Fallschirmjäger nicht wahrgenommen.
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Nun aber der "Kurze" zum Thema.
Es gab von Seitens der NVA durchaus Bestrebungen über die GST für das FJB Teilnehmer der Laufbahnausbildung Fallschirmjäger zusätzlich mit einem Taucherlehrgang auf das FJB vorzubereiten.
Einer meiner damaligen GST Kameraden wurde neben der Laufbahnausbildung Fallschirmjäger zusätzlich in eine GST-Tauchausbildung delegiert, zwecks ABC-Tauchausbildung+Gerätetauchen(Flasche). Hintergrund war der daß er im FJB für den STZ vorgesehen war. ... Was später draus wurde weiß ich leider nicht, da wir mit meiner Einberufung den Kontakt zueinander verloren. ... Vom Bezirksverband her war er über den Bezirk Halle geführt. Die Auflage hinsichtlich Zusatzausbildung Tauchen kam über das WKK/WBK an den Bezirksverband der GST.
Das Beispiel zeigt zumindest daß man Anfang der 80er (das war 1981/82), Anforderungsmäßig von der Vorausbildung her, versucht hat Bewerber für das FJB bei der GST auf den späteren Einsatz im STZ vorzubereiten. Ob dieses Beispiel ein Einzelfall ist und ob diese Art der Lenkung/Steuerung erfolgreich war, kann ich allerdings nicht einschätzen, da mir nur dieses Beispiel bekannt ist.
Blacky |
| 20.02.2010 17.02 | petoburg | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Morgner ist mir kein Begriff, war definitiv nicht in unserem Jahrgang (75-78). Im Folgejahrgang auch nicht. Seit Mitte der 80-iger treffen wir uns alle einmal im Jahr und das nun seit fast 25 Jahren!!!!!
Was das Altherrentauchen betrifft: Es gibt beim Tauchen nichts, was ich noch nicht gemacht habe. (Ausnahme Höhlentauchen + TecDiving). Wenn ich heute tauchen gehen, sollte das Wasser über 24 Grad warm sein und die Sichten nicht unter 20 m betragen. Und ich stehe dazu!!!!
Gruß, Peter |
| 20.02.2010 19.07 | divemasteruli | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo petoburg !
Mit Sonja Morgenstern war sein Spitzname ist das auch nicht so wichtig.Er müßte aber so um Deine Zeit im STZ gedient haben.Vorname war Thomas oder Matthias. Nun gut ist auch schon eine Eiszeit her.
Deine Sicht-und Temperaturverhältnisse kann ich nur unterstreichen.Einzige Ausnahme bilden bei mir die Seen rund um Leipzig.Eigentlich eine Notlösung,damit man geschmeidig bleibt.
Mein liebstes Revier ist und bleibt aber das Rote Meer.Preiswert,Ganzjahresziel und schnell erreichbar.
Grüße Uli |
| 21.02.2010 12.37 | petoburg | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo Uli,
mit dem roten Meer hast Du völlig recht, ich war auch schon etliche Male da. Es ist eines der Top-Gewässer der Welt. Schade nur, daß man im Laufe der Jahre immer mehr in den Süden getrieben wurde, der Massentourismus im Norden ist ja abartig. Ich schätze, in einigen Jahren wird sich das mehr in den Sudan konzentrieren, diverse Kreuzfahrten werden ja schon angeboten. Wenn Du mal das rote Meer in seiner ursprünglichen Form sehen möchtest, solltest Du auf die andere Seite wechseln und mal eine Woche Safari in Saudi-Arabien machen. Derzeit operieren dort 2 (!!!) Tauchboote an den Farasan Banks. Tauchen ist erst seit 2004 erlaubt, jährlich lassen die Saudis max. 400 Taucher ins Land. Ich war vor 2 Jahren da (übrigens mit einem alten STZ-Kameraden) - war absolut super.
Binnengewässe - na ja, vielleicht einmal im Jahr, um zu schauen, ob man es nicht verlernt hat.
Gruß, Peter |
| 21.02.2010 19.33 | divemasteruli | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Grüß Dich Peter !
Du hast vollkommen recht.Ich hab es ganz gern etwas ruhiger.Da muß man schon ein paar Leute vor Ort kennen,damit das geregelt bekommt.
Was habt Ihr damals bei den Saudis gelöhnt ?
Uli :fetz: |
| 22.02.2010 09.28 | petoburg | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo Uli,
das waren so 1.600€, da war alles drin.
Vor 2 Jahren konnte man das ausschließlich über Extratours buchen. Du kannst das auch nur über ein Reisebüro buchen, weil die Saudis Leute ausschließlich über Einladung reinlassen und da hatten die was mit extratours organisiert.
Gruß, Peter |
| 23.02.2010 22.51 | Wernher | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo Petoburg und Divemasteruli,
Eure Beschreibungen Roten Meeer sind herrlich. Ich kann mich auch erinnern dass im Forum schon öfters
auch mit Bildmaterial über diese schönen Reviere berichtet wurde.
Bei mir ist es so dass ich seit der Armee kein Gerät mehr auf den Rücken hatte. Liegt vielleicht auch daran dass mir das Geld gefehlt hat um eine Ausrüstung zu besorgen. Das wird sich auch so schnell nicht ändern.Muss erst meine Kinder aus dem Gröbsten rausbringen. Aber dass nur nebenbei.
Ich weiß noch wie im Sommer in der Havel getaucht wurde mit wirklich null Sicht.Am Anfang habe ich versucht krampfhaft etwas vor meiner Maske zu sehen. Als mir davon im Kopf ganz komisch wurde, sprich ich kurz vor der Orientierungslosigkeit stand. Zwang ich mich die Augen immer geschlossen zuhalten und nur den Tastsinn zu benutzen. Das Verrückte war als ich etwas kantiges ertastete und weil es mich interressierte mit aus dem Wasser nahm. Bei Licht war es eine scharfkantige spitzige Flaschenbodenscherbe. Der Tastsinn war so feinfühlig geworden, das ich mich trotz vom Wasser weicher Hände nicht die Bohne geschnitten habe.
Ich finde es heute noch faszinierend.
Gruß Wernher |
| 25.02.2010 15.16 | divemasteruli | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
PETOBURG Danke für die Info ´s !
Wernher kenne ich nur zu gut.Null Sicht ist wirklich kitzlich.Ich habe nach meiner NVA-Zeit nochmal eine Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr durchlaufen.Wenn ich mich richtig erinnere haben wir den größten Teil in Berlin-Schöneweide abgebissen.Dabei hat man uns die Make schwarz gemalt.Also dunkel wie im Bärenar... !
Dann auch alles nur über Tastsinn.Der Hammer für alle Neuzugänge ab und an ein alter Tampen schön ausgefranzt und weich.Wie der Arm einer Wasserleiche.Jeder hatte von uns schon mal mit so etwas tz tun.Der Kopf sagt Dir in einem Trainingsbecken unter kontrollierten Bedingungen kann keine Wasserleiche liegen.Das Kleinhirn aber ruft die Bilder in Dir ab die sich im laufe der Jahre eingebrannt haben.
Voll krass würde die Jugend heute sagen.
Mit den Bilder hast Du recht.Mußt mal suchen unter Tauchen,dort hab ich ein bißchen was aus dem Rotem Meer hinterlassen und glaube auch aus dem Kulki.Falls nicht dort dann aber im Resiforum unter Sachsen-Anhalt.
Grüße Uli |
| 26.02.2010 16.27 | petoburg | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Jungs,
Ihr habt völlig recht. Und aus dieser Zeit stammt auch der Spruch:"Die Augen des Tauchers sind die Hände!". Könnt Ihr Euch noch an das Sperrpolygon in Nitzow erinnern? Wo auch der T34 im Wasser stand? Wart Ihr mal drin? Einer der wenigen TG, wo ich echt Muffensausen hatte.
Habt Ihr auch mal Nachttauchen in der Brandenburger Schleuse gemacht, durch die Überströmkanäle?Dunkler geht es nicht mehr.
Andere Frage: Habt Ihr noch Infos vom Tauchen im Kernminenzentrum Klietz? Irgendwie habe ich das meiste erfolgreich verdrängt. Ich weiß noch von dem Steuerpult, was permanent geleuchtet und geklingelt hat, von irgedwelchen Ruhestromdrähten, die wir durchschneiden mussten, aber so richtig kriege ich den Parcour nicht mehr ins Gedächtnis.
Und das Wasser war saukalt...
Gruß
Peter |
| 26.02.2010 17.49 | divemasteruli | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Sag mal wie lange ist das her ?
Manchmal denke ich ewig.Ich habe natürlich viele viele Stunden im und unter Wasser zugebracht.Habe auch durch meine Taucheinsätze bei der Feuerwehr viel und erfolgreich zu geschüttet.Wer da aber sagt,ihm wer der Allerwerteste unter Wasser niemals so richtig auf Grundeis gegangen,der belügt sich wohl selber.Oder er war nur im Pool unterwegs.
Mich erwischt sogar manchmal heute noch so in leichten Zügen.Aber kein Vergleich zu den Aktionen früher.Wichtig ist das man damit umgehen kann und aus der Nummer wieder raus kommt.Ich hab einfach angehalten und es ausgehalten.Hat bis heute immer funktioniert.
Klietz, kann ich gar nichts zu sagen,der Kelch ist irgend wie an mir vorüber gegangen.
Aber Nachttauchgänge sind mir noch heute in lebhafter Erinnerung.Aufklärung von Wasserhindernissen vor der Forcierung egal ob mit UWF oder Pontonbrücke.Beseitigung von Unterwasserhindernissen egal welcher Art.Absetzen von Überwasserschiffen oder mit der Mi 8. Auch die Mi 50 nicht zu vergessen.Wenn mal wieder wie so oft nicht genügend Lufttransportraum da war. Vorbereitung von Panzerbesatzungen auf die UWF und deren Aufklärung.Ist schon krass wenn in einem Fluß 5 Meter weiter ein Panzer an einem vorbei fährt.Ich hab noch ein paar Bilder davon,sind aber Grottenschlecht.Ich versuchs mal sie anzuhängen.Aber Ihr wißt ja wie das war mit dem Fotografieren.Da gab es ganz schnell so was von dicker Luft,die war schon faßt flüssig.
SO GENUG IN ERINNERUNGEN GESCHWELGT !
Grüße Uli |
| 01.03.2010 21.43 | Wernher | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Original von petoburg
Andere Frage: Habt Ihr noch Infos vom Tauchen im Kernminenzentrum Klietz?
Hallo Ihr Flossenfüßler. Ich versuche mal ob ich Klietz zusammenbringe. Vom Pult aus gesehen war rechts das Schachtloch. Da mit dem Kopf zuerst reingleiten lassen, aber ja nicht durchfallen bis zum Boden, Da könnte ein Zugdraht mit Schalter sein. Es war auch meistens einer da. Dann auf dem Boden liegen und langsam vor sich den Raum ertasten es gab da so über Kreuz gespannte Signaldrähte. Um diese nicht zu flott zu zerschneiden waren sie teilweise mit Ruhestromdrähten umwickelt.War das gemeistert kam eine Gitterwand. Alle Giterfelder schön mit Ruhestromdrähten gespickt. Dort sich ein Loch schneiden. Ganze Ausrüstung ablegen aber Mundstück nicht los lassen. Weil das Loch max. für einen schlanken Hecht reichte. Also sich durchbugsieren. Wenn zweiter Mann dabei dann Hilfestellung. Seine Ausrüstung nachreichen lassen. Anschliessend zweiten Mann nachholen. Und sich nirgends verheddern.Sonst wieder Auslösung gedachte Sprengfalle. Erkennbar am lauten Hupton über dem Wasser. Bei Training in absoluter Dunkelheit schimmerte noch die rote Rundumleuchte von oben. Dann war es an dieser Stelle aus.
Wer gut war kam erste Bahn bis hinten,nebenan zweite Bahn wieder vor und dann dritte Bahn bis hinten und natürlich alles wieder zurück. UND....
... das Wasser war saukalt...
Gruß
Wernher |
| 05.03.2010 20.22 | divemasteruli | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo Wernher und Petoburg !
Mein lieber Scholly !!! :kanne:
Da hab ich wohl richtig was verpaßt.Klingt interessant.Es hat ja schon gereicht,wenn man mit einer schwarz gemachten Maske in einem normalen Becken versenkt wurde.Absolute Schwärze um einen herum.Das Kleinhirn fängt an Überstunden zu machen.Selbst ein Jok mit einer Schaufenterpuppe läßt den Puls hoch schnellen.Man weiß eigentlich was man da anfasst aber wie gesagt die Phantasie legt los.Oder ein alter aufgeweichter Tampen,so armdick.Wenn man den anpackt,denkt man unweigerlich an den Arm einer Wasserleiche so nach 2 bis 3 Monaten Liegezeit.
Wie gesagt mit schwarzer Maske und natürlich muß man eine solche auch schon mal geborgen bzw. angefasst haben.
Wenn man dann auch nur mal 10 cm Sicht hat,ist man schon glücklich.
Grüße an meine Taucherkollegen Uli |
| 10.05.2010 19.01 | Wernher | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo alte Tauchsocken,
habe mir gerade nochmal die vorhergehenden Texte reingezogen.
Wo Du das mit den Panzern im Wasser schreibst. Ich weiß noch beim Tauchen in der Elbe (Schiffahrtsrinne oder knapp daneben) hat man ständig das Gedröhne der Schubkähne im Lauscher gehabt. Ich habe damals unter Wasser immer versucht einen Buckel zu machen. Meine Hoffnung war das dass Pressluftpaket auf dem Rücken zuerst von Schiffsschrauben oder Schiffsrumpf getroffen wird. Ob es je funktioniert hätte, ich weiß es nicht.
Auch diese Ertasten im Dunkeln war von einer besonderen Eigenart. In den Flüssen am Uferbereich so unter den über hängenden Baumwurzelbereichen. Wenn dort hinein gefasst wurde war oft etwas noch geformtes aber zähplastisches bis weichflockiges zu ertasten. Was es war, wollte man meist nicht so genau wissen.
Auch alte ; unter Wasser angefasste;Fischkadaver erzeugten an Land einen unangenehmen Geruch.
In der Kindheit gab es den Begriff "Modderpampe". Ich glaube das trifft es ganz gut.
Auf bald wieder
Wernher, - der es trotzdem nochmal machen würde |
| 13.05.2010 12.12 | petoburg | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo Ihr Pressluftatmer,
habe mich lange nicht mehr gemeldet - sorry. Danke noch für die Kleitz-Infos, einige Erinnerungen sind wieder hochgekommen
Kann ich alles nur bestätigen. Und vielleicht erinnerst Du Dich daran: Wir mußten in Havelberg das heimliche Anlanden üben. D.h. bis ans andere Ufer tauchen (natürlich ohne Kompass!!!), das Gerät im Schilfbereich ablegen, durch den Modder robben und dann den bösen Feind lautlos erledigen - oder so.
Insbesondere das robben durch en Schlamm im Hochsommer war furchtbar, ich weiß gar nicht mehr, wie wir den Gestank wieder wegebekommen haben.
Wir waren schon Helden - was? :-D
Gruß
Peter |
| 13.05.2010 18.25 | divemasteruli | |
Hallo Ihr Quasterflosser !
Ja ja auch ich kann nur immer wieder sagen,um nichts auf der Welt möchte ich das alles missen.
War schon eine gute Schule durch die wir da gegangen sind.
Wenn ich heute so mit meinen Zivilisten durch die deutsche Seenlandschaft schwebe oder in meiner Badewanne,dem Roten Meer unterwegs, denke ich manchmal zurück.
Heute erscheint das Alles sowieso viel kleiner als es damals war. Wir mußten schon manchmal ganz schön dagegen halten. Physisch und so denke ich viel öfters psychisch. Doch nach meinen Erfahrungen der letzten 35 Jahre und solange atme ich schon gepresste Luft,hat sich doch jede Minute geleohnt. Auch wenn wir oft lange und laut geflucht haben.
Stichwort Modder.
Bei meinem letzten Besuch im Roten Meer habe ich kleinen Freund gefunden. Ganze 5 Minuten habe ich für das Kunststück gebraucht. Dann durfte ich ihm die Stirn massieren.
Danach wollte er mich garnicht mehr weg lassen.Eigentlich wollte ich ein Foto zum Beweis anhängen,aber irgendwie geht das nicht. Egal einen Oktopus habe ich gemeint.
Übrigens in 3 Wochen geht es wieder nach Ägypten. Ich zähle schon die Stunden.
Grüße an die Taucherzunft !
Uli |
| 13.05.2010 20.39 | Bernd2 | |
Original von divemasteruli
Hallo Ihr Quasterflosser !
Ja ja auch ich kann nur immer wieder sagen,um nichts auf der Welt möchte ich das alles missen.
War schon eine gute Schule durch die wir da gegangen sind.
Wenn ich heute so mit meinen Zivilisten durch die deutsche Seenlandschaft schwebe oder in meiner Badewanne,dem Roten Meer unterwegs, denke ich manchmal zurück.
Heute erscheint das Alles sowieso viel kleiner als es damals war. Wir mußten schon manchmal ganz schön dagegen halten. Physisch und so denke ich viel öfters psychisch. Doch nach meinen Erfahrungen der letzten 35 Jahre und solange atme ich schon gepresste Luft,hat sich doch jede Minute geleohnt. Auch wenn wir oft lange und laut geflucht haben.
Stichwort Modder.
Bei meinem letzten Besuch im Roten Meer habe ich kleinen Freund gefunden. Ganze 5 Minuten habe ich für das Kunststück gebraucht. Dann durfte ich ihm die Stirn massieren.
Danach wollte er mich garnicht mehr weg lassen.Eigentlich wollte ich ein Foto zum Beweis anhängen,aber irgendwie geht das nicht. Egal einen Oktopus habe ich gemeint.
Übrigens in 3 Wochen geht es wieder nach Ägypten. Ich zähle schon die Stunden.
Grüße an die Taucherzunft !
Uli
Dann nehme das nächste mal mehr Pressluft mit,falls er sich festsaugt. ;-) |
| 13.05.2010 21.13 | Palstekjörg | |
Die TLE 40,
ein kleines aber feines Stück NVA- Geschichte. Jeder Absolvent kann stolz sein die 4-monatige Ausbildung bestanden zu haben. Ich habe nur die besten Erinnerungen daran, obwohl man schon an die Grenzen gehen musste. Die Winterlehrgänge waren noch von einer besonderen Qualität. Umziehen im Schneefall im Deckel der Gerätekiste bei Minusgraden. :fetz: Und dann dieser "Pinguin"-Vatermörder. Dümpelte Havel und Elbe im Sommer so dahin, war im Winter, einmal abgesehen vom Hochwasser, schon so eine Strömung, dass es einem die Flossenausziehen konnte. Mann hab ich da manchmal ins Munstück beißen müssen, damit ich es nicht verliere, während die beiden Atemschläuche an der Kopfhaube rumflatterten. Über Klietz ist ja schon einiges geschrieben worden. Das war absolut geil! :kanne: Aber wer erinnert sich noch an den ollen T34 und der Sperrpolygon??. Naja, wer sich einmal mit den Armen die 250m gegen den Strom gezogen hat wohl nicht. Alles in allem eine anspruchsvolle Ausbildung, die mir bei einem Gasunfall auf der Arbeit auch das Leben gerettet hat und noch einen Kollegen retten ließ. Und ein Stück großartiger Kameradschaft zwischen den Waffengattungen. Ich weiß noch, dass die "Grenzer" es in meinem Jahrgang wirklich schwer hatten, da so viele Berliner im Lehrgang waren und die hatten es ja mit der Grenze. :frown: |
| 15.05.2010 19.41 | divemasteruli | |
Nachreichen der Fotos !
Haltet die Ohren steif Jungs.
Grüße Uli |
| 15.05.2010 22.23 | Palstekjörg | |
@ divemasteruli
Ja doch :kanne:, genau das hab ich ab dem 21.05. für 18 Tage gebucht. Davon 5 Tauchtage in das Riff zwischen Antalya und Side. Schaun mal was ich für Bilder beisteuern kann. Hoffe persönlich auf ein paar schöne Bilder mit "Carettas" und Muränen. |
| 20.05.2010 10.18 | mddivator | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Hallo,
also zu diener frage. ich hatte eine vormilitärische laufbahnausbildung zum taucher. genau gesagt sogar zwei.
ich habe schon vor der lehre mit dem tauchen angefangen. und habe die im meinem verein absolviert & die im betrieb wo ich meine lehre absolviert habe.
von denen die ich kenne & als taucher zur armee sind, haben alle eine laufbahnausbildung vorher absolviert.
gab so gar ein kleines abzeichen.... |
| 20.05.2010 23.03 | Palstekjörg | RE: Einsatz von Tauchern in den bewaffneten Organen |
Original von mddivator
Hallo,
also zu diener frage. ich hatte eine vormilitärische laufbahnausbildung zum taucher. genau gesagt sogar zwei.
ich habe schon vor der lehre mit dem tauchen angefangen. und habe die im meinem verein absolviert & die im betrieb wo ich meine lehre absolviert habe.
von denen die ich kenne & als taucher zur armee sind, haben alle eine laufbahnausbildung vorher absolviert.
gab so gar ein kleines abzeichen....
Genau so kenne ich das auch. Ich hatte mich für 4 Jahre zum KSK verpflichtet und die Laufbahnausbildung zuerst bei der GST-Sektion Warnowwerft und später dann beim Kreisausbildungszentrum in Gehlsdorf weiter gemacht. Gab die A- und die B-Prüfung,
also Freiwassertaucher. Die schönen 1 und 2-Sterne Abzeichen für die Taucherlaufbahn habe ich noch heute. Durfte dann aber Ende 1981 nicht mehr weitermachen. Bei der GST-Fahrschule für die Klasse 5 hatte man vorher mitbekommen (nette Nachbarn muss man haben) das ich mit 14 Jahren aus der FDJ ausgetreten bin. Das wars mit KSK und mit meiner Längerverpflichtung. Die Wettkämpfe und Ausscheide waren, soweit mir das noch in Erinnerung in Neuglobsow bei Horst Stark und da waren die aktiven KSK-Leute dann zur Sichtung mit dabei.
Auf der TLE 40 waren aber auch "Ungelernte" dabei. Das betraf die Fallis, die "Felixe" und Teile der Grenzer, obwohl letztere zumindest bei mir meistens Seefahrer waren und z.T. eine Schiffstaucherausbildung hatten. Die klassischen Pioniertaucher und Sprengtaucher der Pionieraufklärer hatten fast alle eine Tauchausbildung, aber nicht immer eine Laufbahnausbildung. Wir hatten z. B. 2 Mann von der Nationalmannschaft im Orientierungstauchen dabei.
Zum Abschluß. Nach der Fahne habe ich dann 1986 meinen Tauchausbilder für die "Laufbahn Taucher" auf der Marineschule in Greifswald gemacht und selber, bis zur Wende, junge Kameraden für den Wehrdienst ausgebildet.
So, Palstekjörg meldet sich jetzt ab in den Tauchurlaub
... blub, blub, weg war er |
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